WIG-Schweißen: Anleitung für Anfänger | Komplette Schritt-für-Schritt Anleitung | Praxistipp

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WIG-Schweißen: Komplette Schritt-für-Schritt-Anleitung für Anfänger

80 % Schweißnahtvorbereitung, 20 % Schweißprozess
Bauteilvorbereitung
Arbeitsplatzvorbereitung
Wahl des richtigen Schweißzusatzes
Massekabel richtig anschließen
Brennerhaltung und Brennerführung
Die richtige Arbeitsposition
Einstellung der Stromstärke
Absauganlage einrichten
Brenner zünden (HF/Lift Arc)
Heften
Die häufigsten Schweißfehler vermeiden
Der Schweißprozess

So geht man vor:

1. Schweißung vorbreiten: Werkstück zurechtlegen, Oberfläche und Fugenflanken säubern
-Oberfläche sollte metallisch blank gebürstet und frei von Fett, Schmutz, Rost, Zunder, Farbe sein
-Ggf. zusätzlich schleifen oder mechanisch bearbeiten
-Bei korrosionsbeständigen Werkstoffen nur Bürsten aus nicht-rostendem Stahl verwenden, weil sonst Fremdrost durch Eisenteilchen entstehen kann, die in die Oberfläche eingetragen werden
-Bei Aluminium: keine dickeren Oxidhäute auf der Oberfläche, um Porenbildung zu vermeiden
-Bei Bedarf Wolframelektrode in der Längsrichtung spitzen

2. Massekabel anschließen und Schweißzusatz wählen
-Massekabel an metallisch blanker Stelle anschließen, um den Schweißprozess auslösen zu können (darauf achten, dass kein Lack, keine Verschmutzungen stören)
-Schweißstab wählen, der zum Werkstoff passt
-Schweißgut und Grundwerkstoff sollten in der Regel die gleiche Zusammensetzung haben; es gibt aber Ausnahmen
-Schweißstäbe sind 1 Meter lang und haben Durchmesser von 1,6 bis 5 mm
-Der Durchmesser wird nach der Schweißposition, vorrangig aber nach der Werkstückdicke und dem Durchmesser der Wolframelektrode ausgewählt
-Schweißstäbe müssen frei von Zunder, Schmutz, Öl und Fett sein
-Ende des Schweißdrahtes umbiegen
-Man verschweißt sie so, dass auf Reststücken die DIN/EN-Kennzeichnung erhalten bleibt

3. Schweißstromstärke einstellen
-Am Gerät Startspannung und Verzögerung einstellen

4. Polung und Stromort

5. Schutzgas wählen, Gasmenge festlegen, Gas aufdrehen
-Schutzgasmenge wird als Volumenstrom in l/min eingestellt
-Diese richtet sich nach der Größe des Schmelzbades und damit nach dem Elektrodendurchmesser, dem Gasdüsendurchmesser, dem Düsenabstand zur Grundwerkstoffoberfläche, der umgebenden Luftströmung und der Art des Schutzgases
-Faustregel: Bei Argon und Wolframelektrodendurchmesser von 1 bis 4 mm sollen je Minute 5 bis 10 Liter Schutzgas zugegeben werden

6.Zünden des Lichtbogens
Lift-Arc-Zündung (herkömmliche Kontaktzündung)
-Der Kurzschluss wird bei reduzierter Stromstärke durch das Aufsetzen der Wolframelektrode auf das Werkstück erzeugt
-Beim Abheben erhöht sich der Strom bis auf die Schweißstromstärke und der Lichtbogen zündet
-Beim Zünden muss bereits das Schutzgas ausströmen, um die Elektrode vor der Umgebungsluft zu schützen
Hochfrequenzzündung (Zünden ohne Berührung)
-Geht, wenn im Steuergerät der WIG-Anlage ein Impulsgenerator eingebaut ist
-eine spezielle Zündeinrichtung ionisiert das Gas zwischen Werkstück und Elektrode, so dass ein Lichtbogen entsteht
-Die Wolframelektrode bis auf 2 mm an das Werkstück heranführen
-Hier zündet der Lichtbogen und der Schweißbrenner kann in die richtige Schweißhaltung gebracht werden
-ist bei Schweißen mit Gleich- und Wechselstrom möglich

7.Ablauf des Schweißvorgangs
-zunächst wollen wir einige Raupen schweißen
-Brennerhaltung: Dabei steht der Brenner in einem Winkel von 80° und der Schweißdraht in einem Winkel von 15° zum Werkstück
-Die Lichtbogenlänge hat Einfluss auf Einschmelztiefe und Raupenbreite
-Die Lichtbogenlänge sollte in Abhängigkeit von der Schweißaufgabe 3 bis 5 mm betragen
-Die Elektrodenachse ist um 5 bis 20° aus der Senkrechten gegen die Schweißraupe geneigt
-Der Schweißstab ist um 10 bis 30° aus der Blechebene angehoben

Eine WIG-Schweißübung für Anfänger

Habt ihr eine Frage an Nik? Schreibt sie uns in die Kommentare!

Infos zum Nachlesen: EWM-Schweißlexikon als PDF

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Team: Nadine Pungs (Moderation), Henning Westerkamp (Kamera & Schnitt), Frederik Liebermann (Kamera & Schnitt), Merle Gries (Social Media), Chantal Stauder (Redaktion)

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